Beichte

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Das Sakrament der Versöhnung (Die Beichte)

Das Sakrament der Versöhnung ist eigentlich eines der schönsten und beeindruckendsten „Heiligen Zeichen“, die wir in der Kirche kennen. Hier kommen sich Gott und Mensch auf ganz besondere Weise nahe. Es ist ein sehr persönliches Sakrament, denn es gibt hier keine Massenabfertigung. - Wie tief auch immer ein Mensch in Sünde und Schuld gefangen ist: Gottes unbegrenzte Liebe und Sein Erbarmen umfängt jeden Menschen schon immer, ruft zu Erneuerung und Umkehr im eigenen Herzen und schenkt Vergebung und Versöhnung mit Gott und mit sich selbst. Im Sakrament der Versöhnung kann der glaubende Mensch am eigenen Leib erfahren, wie Gott ist: Barmherzig und voller Gnade und erneuernder, reinigender Kraft. Das wird jedem Menschen durch den Dienst der Kirche ermöglicht und zugesagt.

Wenn Sie dieses Sakrament empfangen möchten, dann melden Sie sich bitte zu einem persönlichen Beichttermin im Pfarrbüro an.

Hier ein paar Impulse zur Reflexion über das eigene Leben:

 

 

Nicht, dass mir Menschen unsympathisch sind, ist Sünde,

sondern wenn ich deswegen ungerecht über sie urteile, wenn ich sie diskriminiere oder verachte.

 

Nicht, dass ich Kritik an anderen Menschen übe, ist Sünde,

sondern wenn ich es vorschnell oder lieblos tue, wenn ich andere herabsetze oder verletze.

 

Nicht, dass Neid, Schadenfreude oder Zorn in mir hochkommen, ist Sünde,

sondern wenn ich mich diesen Gefühlen nicht widersetze, wenn ich mich in meinem Handeln davon leiten lasse.

 

Nicht, dass ich auf meinen Rechten bestehe, ist Sünde,

sondern wenn ich dabei die Rechte anderer missachte, wenn ich rücksichtslos und hartherzig bin.

 

Nicht, dass ich über andere rede, ist Sünde,

sondern wenn ich gedankenlos oder gehässig Schlechtes von anderen erzähle und so ihrem Ruf schade.

 

Nicht, dass ich die schönen Dinge dieses Lebens genieße, ist Sünde,

sondern wenn ich dabei meine Pflichten vernachlässige, wenn ich unersättlich, unmäßig und undankbar bin.

 

Nicht, dass ich sexuelle Wünsche und Regungen verspüre, ist Sünde,

sondern wenn ich andere Menschen als Objekt meiner Begierden missbrauche.

 

Nicht, dass ich in Wohlstand lebe, ist Sünde,

sondern wenn er zu meinem Ein und Alles wird, wenn ich nicht mehr teilen kann, wenn ich kein Herz mehr für andere habe.

 

Nicht, dass ich in manchen Situationen schweige, ist Sünde,

sondern wenn ich dort schweige, wo andere erniedrigt, verleumdet oder Opfer von Lügen werden.

 

Nicht, dass ich in Konflikte und Auseinandersetzungen gerate, ist Sünde,

sondern wenn ich ständig Streit vom Zaun breche, wenn ich nicht auf andere höre und nicht auf sie eingehe, wenn ich unversöhnlich bin.

 

Nicht, dass mir das Beten nicht immer gelingt, ist Sünde,

sondern wenn ich es gar nicht mehr versuche, wenn mir für Gebet und Gottesdienst die Zeit zu schade ist.

 

Nicht, dass mich manchmal Glaubenszweifel überkommen, ist Sünde,

sondern wenn ich mich nicht ernsthaft über den Glauben informiere, wenn mir Gott gleichgültig ist.

 

Nicht, dass ich mich darum bemühe, meine Zukunft zu sichern, ist Sünde,

sondern wenn ich ohne Gott auszukommen meine, wenn es mir gleichgültig ist, dass mein Leben in der Hand Gottes liegt.